Beratung von Kriegsdienstverweigerern

Wir beraten Menschen, die den Kriegsdienst verweigern wollen, in Deutschland und im Süd-Kaukasus. Ebenso diejenigen, die als Kriegsdienstverweigerer Schutz und Asyl in Deutschland suchen. Deshalb haben haben wir uns der Kampagne für ein Recht auf Asyl für Kriegsdienstverweigerer angeschlossen.

Ab 1. Januar wird in Deutschland wieder die Wehrerfassung, Musterung und sogenannte freiwillige Wehrpflicht eingeführt. Deshalb bieten wir eine Beratung zur Kriegsdienstverweigerung für junge Menschen und Reservisten an.

Menschen, die sich über den Kaukasus dem Krieg in der Ukraine entziehen, werden zu Fragen des Asyls und Weiterreise in sichere Länder beraten. In Deutschland angekommene Deserteure und Kriegsdienstverweigerer beraten wir zu Fragen der Erlangung von Asyl oder Flüchtlingsstatus und zur Integration.

Beratungstermine:

jeden 2. Donnerstag online um 17 Uhr zur Kriegsdienstverweigerung in Deutschland

(live in Aalen jeden 2. Mittwoch um 18 Uhr nach der Friedens – Mahnwache)

jeden 4. Donnerstag online um 17 Uhr für in Deutschland angekomme Kriegsdienstverweigerer zu Asyl und Bleiberecht


Den Link erhaltet Ihr nach einer email-Anmeldung: co-kdv@afpb.net

 

Solidarität mit Kriegsdienstverweigerern

Wie weit geht unsere Solidarität mit Menschen, die gegen den Krieg in der Ukraine sind?

Wir können unsere Abgeordneten anschreiben und das Recht auf Asyl einzufordern. Wir können Geld spenden für Organisationen, die sich für Kriegsdienstverweigerer engagieren. Wir können Kontakt zu Menschen aufnehmen und sie hier bei uns unterstützen, die von diesem Krieg geflohen sind. Wir können uns an Demonstrationen für den Frieden beteiligen.

Wir können aber auch selbst bereit sein, Risiken einzugehen, um diese Menschen tatkräftig zu unterstützen. Wir können sie begleiten, wenn sie die Grenzen Europas durchqueren, auch wenn wir dadurch eventuell als „Fluchthelfer“ oder „Schleuser“ angeklagt werden können. Wir können ihnen „Kirchen-Asyl“ gewähren und ihnen ermöglichen in Deutschland zu bleiben und nicht in anderes Land abgeschoben zu werden.

Und wir können selbst den Kriegsdienst verweigern, ob als Reservist, Soldat oder als junger Mensch der einberufen werden soll.

Verweigern wir uns der Kriege in der Welt und dienen dem Frieden!

Recht auf Asyl

Russische Verweigerer werden in der EU bei Asylverfahren meist abgelehnt, in der Ukraine und Russland werden Kriegsdienstverweigerer zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Über 100 Organisationen aus über 20 Ländern zeigen ihre Solidarität und setzen sich für diese Menschen ein. Sie fordern anlässlich des Krieges in der Ukraine: Schutz und Asyl für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Russland, Belarus und Ukraine. Das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung muss gerade auch in Kriegszeiten Gültigkeit haben.

Link zur Kampagne:

https://objectwarcampaign.org/hintergrund/

Caucasus Conscientious Objectors Network

– Warum sollte ich in einem anderen Land kämpfen?
– Warum kämpfe ich gegen Menschen, die mit meiner Familie verwandt sind?
– Warum müssen wir auf Zivilisten schießen?

Wenn Du Dich der Armee verweigerst oder diese verlassen hast unterstützen wir dich mit:

  • Rechtsberatung über Deine Rechte als Kriegsdienstverweigerer
  • über Möglichkeiten der Weiterreise in andere sichere Länder
  • über  Rechte als Asylbewerber in der EU
  • Finanzielle Unterstützung für Notarkosten, Ärzte und Anwälte
  • Kontakte zum Europäischen Netzwerk für Kriegsdienstverweigerer
  • Wir unterstützen Menschen, die sich der Rekrutierung und Mobilisierung entziehen und die Armee in Russland, der Ukraine und Belarus verlassen. Wir unterstützen auch Menschen in Georgien, Armenien und Aserbaidschan, die Probleme in der Armee haben oder einen Ersatzdienst leisten wollen.

    Wir arbeiten mit dem „Europäischen Büro für Kriegsdienstverweigerer“ (EBCO) und Organisationen zusammen, die sich im UN-System für die Menschenrechte einsetzen.

Weitere Informationen auf unserem Telegram Kanal:

Georgian Pacifists Channel

https://t.me/peacetogeorgia